Der Compagnon Backpack nach zwei Jahren im Einsatz – ein Rucksack mit Format!

Dürfen „objektive Taschenfreak-Beiträge“ wie eine Liebeserklärung klingen? Ich kann mir vorstellen das viele diesen Beitrag nicht lesen werden weil sie denken dieser Beitrag sei von der Firma Compagnon gekauft worden. Diejenigen, die bis hier her gelesen haben, kann ich beruhigen, das ist er nicht. Valentin und Vitalis (die Inhaber und Treiber von Compagnon) wissen von diesem Beitrag nämlich rein gar nichts.

Ich war heute zwei bis drei Stunden an der Küste mit meinem (selbstgekauften) Compagnon Backpack unterwegs und möchte Euch ein paar Bilder zeigen die meine liebe Frau von mir und dem Backpack gemacht hat und ein paar Eindrücke zu diesem „Transporter“ mit diesem Beitrag liefern.

Seit fast zwei Jahren habe ich recht oft den Backpack von Compagnon auf dem Rücken. Der war schon auf vielen Hochzeiten mit mir, in den Bergen mit mir, in Holland an der Nordseeküste, mehrfach auf Fehmarn am Strand im Winter, am Gardasee, in den Fjorden Norwegens und jetzt an der Küste in Dänemarks. Die ersten Monate war es die Dunkelrüne-Hellbraune Version und seit ungefähr einem Jahr ist es die Organge-Schwarze-Variante des Backpacks.

Was zeichnet den Backpack von Compagnon aus?

Ja wie beschreibe ich dieses emotionale Ding zwischen meinem Rucksack und mir am besten mit Worten? Nun…. also…

… in Stichworten:

  • der Compagnon Backpack sieht nicht nach Fotorucksack aus
  • der Compagnon Backpack steckt einiges ein ohne zu murren (wie ich!)
  • der Compagnon Backpack ist ein bisserl anders (kein Mainstream – wie ich!)
  • der Compagnon Backpack kann wahnsinnig viel „aufnehmen“ (wie ich! Lach.)
  • der Compagnon Backpack fühlt sich gut an (jetzt höre ich mit dem „wie-ich-Spiel auf…)
  • der Compagnon Backpack ist flexibel
  • der Compagnon Backpack ist wertvoll
  • der Compagnon Backpack ist ein bisserl diebstahlsicher durch den Zugang über den Rücken
  • der Compagnon Backpack ist tierisch bequem auch vollbeladen
  • der Compagnon Backpack kann Notebook und Daypack – das zusammen können nicht viele andere
  • der Compagnon Backpack ist in vielen (auch dezenteren) Farbversionen erhältlich
  • der Compagnon Backpack ist in Europa Handgefertigt worden!
  • der Compagnon Backpack macht einfach sauviel Spaß!

Raumwunder? Raumwunder!

Der Backpack sieht von außen echt nicht so groß aus wie er es von innen ist. Ich bin immer wieder erstaunt was da alles rein geht. Selbst die am Anfang sehr flach und eng wirkenden Außenfächer haben es faustdick in sich. Da geht viel mehr rein als man denkt und die beiden Fächer sind durch ihre „engen“ Zugänge auch nahezu diebstahlsicher, denn ein Langfinger kann da nicht „mal eben schnell“ was rausholen. Genau das nervt die meisten Backpack Anwender zu Beginn der „Beziehung“ mit dem Compagnon, aber nach ein paar Tagen merkt man wie der Zugriff auf das Material darin funktioniert.

Das unscheinbare obere Rollfach, der Daypack, mit den Magneten im Stoff die das Rollfach geschlossen halten, kann bis zu zwölf Bierdosen im 0,5 Liter Volumen aufnehmen. Nein, die habe ich nicht immer bei Fototerminen oder Hochzeiten dabei. Lach. Ich schaffe die Fototermine noch völlig ohne Stoff. Smile. Das soll Euch nur verdeutlichen was da alles rein gehen kann, wenn es denn muss. Ich habe da auch öfter eine Jacke ein Hemd oder im Winter die Mütze und Handschuhe drinne liegen oder auch mal die DJI Mavic Pro Drohne mit der Fernbedienung und dem Ersatzakku. Das Fach ist – wie der gesamte Fotorucksack – innen größer als man außen vermuten vermag.

In das flexibel „frei gestaltbare“ Innen-Hauptfach des Rucksacks habe ich heute bei unserer Foto-Session das folgende drinne gehabt:

  • Sony RX10 Mark III
  • Leica Q
  • Leica D-LUX 109
  • Leica Minilux (Analog)
  • DJI Mavic Pro Drohne mit Fernbedienung und Ersatzakku
  • Speicherkartenetui
  • zwei analoge Ersatzfilme
  • Fuji Instax Sqaure und sechs Filme dazu
  • Rode Video Microfone
  • Graufilter
  • Manfroto Pixi
  • iPad Pro 12.9″ im Notebookfach im Deckel
  • fünf Akkus

… und das ganze war sehr „luftig“ ohne „Press“ im Rucksack.

Der Rucksack ist ungleich teurer als andere – warum und ist er das Wert?

Nun, wie soll man diese Frage objektiv und sinnvoll beantworten? Ja, mir ist er das Wert und ich habe meinen damals gekauft und nicht geschenkt bekommen. Der Rucksack wird in Europa handgefertigt und wurde in Deutschland konzipiert. Die beiden Macher und Köpfe von Compagnon haben jederzeit ein offenes Ohr, und das weiß ich als Kunde – wie auch als Blogger und Influencer – sehr zu schätzen. Für die beiden ist nichts selbstverständlich – außer guter Service. Die beiden hören auf Ihre Kundschaft und haben meines Erachtens ein beachtliches Portfolio an schicken aber sehr alltagstauglichen „Werkzeugtaschen“ zusammen gebracht. Die Qualität der verwendeten Materialien und der Verarbeitung ist auf einem extrem hohen Niveau. Und, wie ich oben schon schrieb, der Rucksack, der Backpack von Compagnon schaut nicht aus wie ein 0815 Fotorucksack. Er hat seine eigene „Designsprache“ die mir persönlich extrem gut gefällt. 

Ihr seht schon, wir sprechen hier viel von „gefallen“ und „emotionalen Themen“ wie beispielsweise von der Kunden-Hersteller-Beziehung. Mir persönlich ist so etwas sehr wichtig, denn mein Business ist im sowohl Marketing wie auch in der Fotografie genau so bestimmt von Emotionen, wie mein persönliches Leben ebenso.

Emotionen – genau diese stecken in diesem Backpack, den ich Euch heute hier beschrieben habe und genau die fange ich auch mit meiner Fotografie ein. 

Schöne Grüße – Euer Fotofuzzy & Taschenfreak – Jörg Langer

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12 Kommentare zu Der Compagnon Backpack nach zwei Jahren im Einsatz – ein Rucksack mit Format!

  1. Mark sagt:

    Hallo Jörg,

    vielen Dank für Deinen mal wieder kaum emotionalen Beitrag 😉

    Wie Du vielleicht mal kurz mitbekommen hast, geistert bei mir mal wieder eine DSLR (D850) im Hinterkopf. Wie schätzt Du den Rucksack dafür ein, was das Gewicht und Volumen angeht.

    Grob wurde das folgende da reinkommen:

    D850 mit 24mm 1.8
    50mm 1.8
    105mm
    70-200mm f/4 oder 70-300mm
    Vielleicht auch mal ein 15-30mm Tamron

    • Hi Mark,

      ja das wird sehr gut passen und das auch mit etwas Luft.

      Schau Dir mal dieses nachfolgende Bild an – das kann ggf. etwas bei der Größeneinschätzung helfen:

      Das ist übrigens ein echt schickes DSLR-Set. Gefällt mir die Zusammenstellung.

      Liebe Grüße
      Jörg

      • Mark sagt:

        Ja, das hilft, vielen Dank und vom Gewicht her ist es noch angenehm zu tragen?

        • Auf jeden Fall. Ich finde es zwar unerklärlich wie man mit diesen Gurten es schafft einen Rucksack so bequem zu machen – auf der Schulter und am Rücken – aber er ist auch voll beladen sehr bequem auf dem Rücken. Ich hatte in den letzten Monaten auch öfter den Peak Design Everyday Backpack 30L und auch den Camps Bay von Ona auf dem Rücken – auch oft voll beladen – beide sind auch tolle Rücksäcke aber vom Tragekomfort in keinster Weise mit dem Compagnon Backpack vergleichbar.

  2. Das wird sicher funktionieren, Mark. In meinem Backpack habe ich meistens die D800 mit angesetztem 70-200 2.8 drin. Dazu passt auch noch das 24-70 2.8 auf der einen und das 50 1.4 und ein Blitz auf der anderen Seite. Platz für Akkus und Kabel ist dann immer noch vorhanden. #ichmussmalwiederpackbeispielfotosmachen

    • Hi Oliver,

      das würde mich echt tierisch freuen wenn Du mir für die Taschenfreak-Leser mal ein paar DSLR Bilder in Deinem Backpack machen könntest, denn die meisten die ich kenne nutzen Systemkameras darin und die Frage von Mark zeigt ja das es noch (zum Glück) DSLR Interessenten und User gibt.

      info @ taschenfreak.de – würde mich sehr freuen!

      LG Jörg

  3. Florian sagt:

    Hallo Jörg,

    den Compagnon Backpack habe ich mir vor einiger Zeit auch einmal bestellt. Ist ein schönes Teil mit unkonventionellem Design, schöner Verarbeitung und – bedingt durch die rechteckige Kastenform – enormen Platzangebot! Vor allem das sich die Inneneinteilung komplett frei Kletten/anpassen lässt war für mich ausschlaggebend. Ich nutze eine recht umfangreiche Nikon DSLR Ausrüstung und konnte problemlos 2 Bodys mit jeweils einem angesetztem Objektiv + 2-3 weitere Objektive und Zubehör unterbringen… und der Rucksack sieht im Vergleich zu meinem F-Stop Tilopa eben sehr „unauffällig“ aus.

    Mit was ich leider überhaupt nicht klar gekommen bin, ist dieser (wirklich sehr stark) gewachste Canvas Stoff. Schon nach kurzer Zeit wenn man mit dem Rucksack hantiert, hat man klebrige und schmierig eingewachste Hände – was sich auch unweigerlich schnell aufs Equipment ausweitet und es nicht lange dauert bis sich alles irgendwie „eingewachst“ anfühlt… persönlich fand ich das einfach eklig und es war auch der Grund warum ich das gute Stück nach einem Tag wieder zurückgeschickt hab. 🙁 Und da man das Canvas Material auch von Zeit zur Zeit neu einwachsen sollte – laut Hersteller – kann ich mir nicht vorstellen, dass das mit der Zeit besser wird!

    Stört Dich (Euch) das nicht? Finde das sollte man erwähnen, ist wahrscheinlich ein nicht unerheblicher Punkt für den Ein oder Anderen… 😉

    Grüße,
    Florian

    • Hi Florian,

      ja die Taschen aus Canvas sind bei Compagnon gewachst. Das verleiht Ihnen zum einen „Wasserfestigkeit“ und zum anderen Robustheit. Meine bisherigen Canvs Taschen und Rucksäcke waren nur gering gewachst und das war nicht störend. Man kann den Wachs auch „abbürsten“ mit einer „Wurzelbürste“ wenn es aufgrund der Handarbeit mal etwas zu „dick aufgetragen“ wurde. Ich habe meine alle noch nie nachgewachst und mag das auch nicht.

      Aber wie gesagt, bei meinen wars auch nicht zu viel – eher sehr gering und fast nicht merkbar.

      Danke aber auf jeden Fall für Deinen Kommentar. Vielleicht kann da Valentin oder Vitalis bei Gelegenheit mal was zu sagen.

      Liebe Grüße – Jörg

  4. Pingback: Die Woche: Regeln – Nachdenken – Planen (#240-#246) – Digitaler-Augenblick.de

  5. Andreas sagt:

    Hallo zusammen,
    wie habt ihr die Sache mit dem Trennung von dem Rollfach zur der Kamersaausrüstung gelöst? Die von Dir Jörg geschriebenen 12 Dosen Bier wären klasse, bei mir hält die Trennwand nicht mal eine Flasche Wasser aus 😉 Ich habe schon von Leuten gelesen, die sich die Trennung haben einnähen lassen.

    Ansonsten ein schöner Rücksack, der leider aufgrund schöner Taschen zu selten bei mir zum Einsatz kommt.

    Andreas

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