Fair – Unikat – Handarbeit – Made in Germany

Mit sozialem Engagement und einer besonderen Story schafft man es mich von meinen Prinzipen abzubringen. Einer meiner Taschenfreak-Blogger-Prinzipien ist es ja, nur über Foto- und IT-Taschen hier auf meinem Blog zu berichten. Mit der folgenden Story begründet musste ich dazu allerdings eine Ausnahme machen.

Vor ein paar Wochen bekam ich die folgende Mail, die mich sehr berührt hat. So schrieb mich die nette Silvia von der Offerte GmbH mit den folgendem Text an:

Hallo Taschenfreak,

Ich würde euch uns gerne vorstellen. Unser Unternehmen wurde 2009 gegründet und fertigt Upcycling Taschen aus gebrauchten Drucktüchern. Diese fallen beim Offsetdruckverfahren an, können nicht wiederverwertet werden und landen im Hausmüll. Als zusätzliche Materialien werden gebrauchte Sicherheitsgurte und gebrauchte Kabel verwertet. Somit versuchen wir wertvolle Rohstoffe zu schonen und unseren Abfallberg zu verringern.

Wir beschäftigen Mitarbeiter die in der normalen Arbeitswelt kaum eine Chance haben. Wir sind jedoch keine Behindertenwerkstätte und arbeiten ohne jegliche Zuschüsse. Unsere Mitarbeiter sind z.b. Älter, d.h. sie sind sowohl vom Arbeitstempo als auch von der Auffassungsgabe schlicht zu langsam für ein Unternehmen. Oder nach einer Krebserkrankung von der Krankheit gezeichnet und in der Belastbarkeit eingeschränkt. Bei chronisch Kranken haben wir immer wieder Ausfallzeiten und extreme Leistungsschwankungen. Mütter haben auch heute noch das Problem der Kinderbetreuung, bei auffälligen Kindern ist dies besonders schwer. Gerade für diese Mütter ist es jedoch extrem wichtig Bestätigung durch ihre Arbeit zu erfahren. Mitarbeiter die die deutsche Sprache gar nicht oder kaum beherrschen, können hier ihren Einstieg bekommen.

Die meisten unserer Mitarbeiter haben einen langen Leidensweg hinter sich. Zum einen erfahren sie Druck durch die Arbeitsagenturen, zum anderen ist ihr Selbstvertrauen durch ihre Misserfolge meist ganz unten, sodass sie sich eigentlich nichts mehr zutrauen und positive Erfahrungen gar nicht mehr stattfinden.
Für diese Menschen ist ein Wiedereinstieg kaum machbar. Nicht weil sie nicht wollen, sondern weil sie es sich schlicht und einfach nicht mehr zutrauen.

Hier wollen wir ihnen die Möglichkeiten geben ihre Stärken wieder zu entdecken, einzubringen, eine Bestätigung zu erhalten. So werden unsere Taschen nicht von einem einzelnen entworfen, sondern von der kompletten Belegschaft entwickelt. D.h. eine Grundidee ( von einem Kunden, einem Vertriebspartner, einem Mitarbeiter) wird aufgezeigt, wird allen zur Verfügung gestellt und jeder macht seine Vorschläge. Hierdurch erreichen wir, dass jeder der Mitarbeiter sich mit dem Produkt identifizieren kann, außerdem stärkt dieses Mitwirken ihr Selbstvertrauen.

Die erste Ausführung wird dann zusammen hergestellt. Da die Fähigkeiten der Mitarbeiter sehr unterschiedlich sind, fertigen wir in sehr kleinen Arbeitsschritten. Auf diese Weise stellen wir sicher, dass jeder zumindest einen Schritt selbständig ausführen kann. Unsere Arbeitsplätze sind immer Gruppenarbeitsplätze, da ein Austausch wichtig und erwünscht ist.
Durch dieses Miteinander lernen sie die Schwächen der Kollegen zu akzeptieren, können sich gegenseitig helfen, was wiederum ihr eigenes Selbstvertrauen stärkt und ihnen zeigt, dass auch ihre Schwächen akzeptiert werden.

Pausen finden stündlich statt, da eine längere konzentrierte Arbeit meist nicht möglich ist, aber auch dass kleine und größere Probleme miteinander ausgetauscht werden können. Auch für Mitarbeiter mit Sprachlichen Einschränkungen ist dieser Austausch sehr wichtig, da gerade hierbei die deutsche Sprache gelernt wird.

Durch Kontakte in andere Unternehmen, können wir Mitarbeiter, die wieder festen Boden unter den Füßen haben, bei einem Einstieg weiterempfehlen. Leider ist dies in den letzten Jahren kaum mehr machbar, da es immer mehr Menschen gibt, die dem Druck der Arbeitswelt einfach nicht mehr standhalten können.

Durch unsere offene Produktion können Vertriebspartner und Endkunden während der Produktion den Mitarbeitern bei der Produktion zuschauen. Hierdurch erfahren die Mitarbeiter die direkte positive Bestätigung durch den Besucher.

Das außergewöhnliche an unserem Unternehmen ist nicht nur das was wir tun, sondern wie wir es tun!

Nachhaltigkeit nicht nur unserer Umwelt gegenüber, sondern auch gegenüber den Menschen!

Bilder unserer Produkte findet Ihr auf www.fairbag-shop.de oder unter Facebook www.facebook.com/fairbagshop.

Kritik und Anregungen sind herzlich willkommen!

Es hat mich berührt, dass es in der heutigen von Digitalisierung und Erfolgsdruck durchsetzen Gesellschaft noch ein solches Unternehmen gibt.  Zudem fasziniert es mich, dass damit Menschen eine wertvolle und sinnvolle Aufgabe bekommen und somit Produkte auf den Markt gebracht werden können, die Umweltverträglich und noch dazu recht schick und fernab vom Mainstream sind.

Da ich mich sehr lobend und positiv in der äußerst netten Mailkommunikation mit Silvia geäußert habe, habe ich einen Fairbag CityBackPack im Wert von 97,50 Euro bekommen. Diesen seht Ihr auf den nachfolgenden Fotos.

Das Material:

Das Kunststoffartige recht feste und wasserabweisende Material besteht aus gebrauchten Drucktüchern. Diese fallen beim Offsetdruckverfahren an und können nicht wiederverwertet werden und landen wenn sie nicht zu Taschen „umgebaut“ werden im Müll und belasten damit unsere Umwelt. Das Material fasst sich gut, besser als eine uns allen bekannte LKW Plane. Man bekommt keine Schwitzenden Finger wenn man die Tasche länger in den Händen hält.

Der Gurt:

Der Gurt ist ein uns allen bekannter Automobil-Sicherheitsgurt. Dieser ist damit nahezu unkaputtbar und sehr robust und zugleich sehr bequem zu tragen. Die Länge ist auch für mich mit 1,93m Körperhöhe sehr lang und ausreichend diese Tasche auch quer über dem Oberkörper zu tragen.

Das Volumen:

Wir Ihr auf den Bildern sehen könnt ist in der Tasche ein Flies-Insert eingesetzt. Damit können auch sensible Inhalte, wie mein persönlicher Schatz, meine Leica Q oder diverse IT-Gadgets damit beruhigt transportiert werden. Das Insert fühlt sich toll an und ist wie Tasche auch sehr solide verarbeitet.

Die Verarbeitung:

Robust und Alltagstauglich. Ich denke das beschreibt es am besten. Die Tasche wirkt auf mich als ob sie für die Ewigkeit gefertigt wurde. Es fehlt Ihr an „SchickiMicki“ aber das würde auch nicht  zu diesem Konzept passen. Sie ist robust und solide gefertigt um genau das zu sein was sie soll – eine alltagstaugliche Tasche!

Und jetzt? Geschenke – Geschenke – Geschenke…

Jetzt verlose ich diese Tasche an einen von Euch der diesen Beitrag hier in seinen Social Medias teilt und hier im Blog in einem Kommentar hier unten kommentiert wo und wann er das geteilt hat. Dieses Unternehmen mit diesem Sozialen Engagement hat es verdient etwas „Publicity“ zu bekommen. Seht Ihr das auch so? Dann teilt es und erwähnt es positiv und landet in meiner elektronischen Lostrommel. Am Sonntag Abend, den 18.06.2017 um 18:00 ist quasi „Einsendeschluss“ Bitte beachtet in diesem Zusammenhang die folgenden „Regeln“.

Ich wünsche Euch allen viel Glück bei der Verlosung und sage recht herzlich Danke für diese grundsolide Einstellung, das umweltbewusste Engagement und die sensationelle soziale Kompetenz des Unternehmen das die Fairbags auf den Markt bringt. Danke!

Schöne Grüße – Euer Taschenfreak – Jörg Langer


BITTE BEACHTET DIE RECHTLICHE GRUNDLAGE ZU DIESER VERLOSUNG!

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18 Kommentare zu Fair – Unikat – Handarbeit – Made in Germany

  1. Hi.

    Geteilt auf Facebook, Twitter und G+ . Als ehemaliger Drucker habe ich mehr als einen Bezug zu den verwendeten Materialien. Würde mich freuen sie zu gewinnen.

    Das Geschäftsmodell erinnert mich an Manomama : https://www.manomama.de/

    So was muss gefördert werden und wenn es nur darin besteht es bekannt zu machen.

    Gruss Holger

  2. Thomas sagt:

    Tolles Unternehmen! Website wird direkt mal auf die Leseliste gesetzt.

    Geteilt habe ich das ganze drüben bei Facebook 👍🏻

  3. Ein tolles Projekt!

    Geteilt auf Twitter

  4. Lieber Jörg, vielen lieben Dank für Deine tolle Unterstützung. Wie Du ja weißt arbeiten wir ohne staatliche Unterstützung, daher sind große Marketingaktivitäten für uns kaum machbar. Es ist ein schön wenn Menschen wie Du die Arbeit meiner Mitarbeiter schätzen und unterstützen. Wir haben gerade Deinen Bericht zusammen angeschaut und wenn Du das glänzen in ihren Augen gesehen hättest, dann wüsstest Du was deine Bestätigung für sie bedeutet. Vielen lieben Dank auch an alle vorherige Kommentare. Lg Euer fairbag-team

  5. Kirsten Z. sagt:

    Ich liebe diese Taschen. Die Idee die dahinter steckt ist grandios.

    • Kirsten Z. sagt:

      Geteilt auf Facebook. Außerdem ehme ich regelmässig bei meinen Ausstellungen Flyer von Fairbag mit und lege sie aus

  6. Tanja sagt:

    Geteilt auf Facebook. Sehr schöne Tasche, toller Arbeitgeber!
    Ich wünsche dem fairbag-team alles Gute!

  7. Henrik Heigl sagt:

    Jörg, bei dem Artikel mußte ich nicht lange überlegen! Prädikat uneingeschränkt unterstützenswert! Tolles Produkt, tolle Arbeitsbedingungen und ein gutes Beispiel für die Arbeitswelt, das es sehr gut geht. Weiter so. Und fleissig auf Facebook und als eigenen Artikel geteilt. http://henrikheigl.de/wp/2017/06/02/die-faire-tasche/

  8. Ist noch schön das es Unternehmen gibt die sich um Ihre Mitarbeiter kümmern und nicht nur um den Gewinn, so was sollte es viel mehr geben. LG Jürgen Sander

  9. Gordon Dreiling sagt:

    Ein tolles Projekt!

    Geteilt auf Facebook

  10. Gabriele Leiser (@DasMurmelchen) sagt:

    Das ist eine tolle Sache, die Unterstützung braucht.

    Auf Twitter geteilt.

  11. Achim sagt:

    Ich habe den Beitrag am 14. Juni um 22:23 Uhr geteilt.

  12. Clint Wood sagt:

    Tolle Tasche, geteilt auf Facebook!

  13. Hanno sagt:

    Schöne Sache. Soeben bei Facebook geteilt.

  14. Pingback: Die Woche: Eine Handschlaufe – ein Blurb – ein Sternchen – zwei Hochzeiten und eine Leica (#163-#169) – Digitaler-Augenblick.de

  15. Theo sagt:

    Das ist eine ganz tolle Geschichte! Menschen, die anderswo keine Chance haben bekommen eine Arbeit, Material wird recycelt und es entsteht ein super Produkt!

  16. Jörg Langer sagt:

    Gewonnen hat Tanja mit Ihrem Beitrag vom 01.06..
    Tanja, melde Dich bitte per Mail an info – ett – taschenfreak – de bei uns mit Deiner Anschrift damit wir dir die fairbag zusenden können.

    Danke allen die dieses Geteilt haben und damit fairbag etwas mehr in die Öffentlichkeit gerückt haben. Danke!

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