Ein kleines feines Reiseset – Mantona Triangel Kameratasche inkl. Mantona DSLM Travel Reisestativ

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Ich war neugierig auf diese Kombination aus Tasche und Stativ – beides laut Beschreibung des Herstellers ideal für eine Städtetour. Also testete ich das folgende Set:

Mantona Triangel Kameratasche inkl. Mantona DSLM Travel Reisestativ grau

Was war mein Ziel?

Ich wollte eine Fototasche die nicht zwingend nach viel Fototasche aussieht die man bequem auf dem Rücken tragen kann, in der Metro aber auch bequem nach vorne schieben kann. Das zweite Ziel war ein sehr kleines und sehr handliches Stativ, welches in die obige nicht auffällige Tasche rein gehen muss und trotzdem dort genug Platz für meine Systemkamera mit einem montierten Objektiv und einem zusätzlichen Objektiv haben musste. Spätestens bei dem Ziel – Ein stabiles Stativ in einer Tasche – waren nahezu alle mir denkbaren Systeme und Anbieter „raus“ aus dem rennen.

Bis ich auf das Triangel Reise Set von Mantona bei Walser gestoßen bin. Und genau das habe ich mir näher angesehen.

Zuerst zur Tasche – MANTONA KAMERATASCHE TRIANGEL

Die Tasche hat mich äußerst positiv überrascht. Ich hatte bei einem Setpreis von ca. 130 Euro inkl. dem Stativ keine besonders gut verarbeitete und durchdachte Tasche erwartet. Das Gegenteil war aber nach dem Auspacken der Fall. Die Tasche ist bis ins letzte Detail durchdacht und auch hochwertig genug für viele Einsätze gebaut. Das rote Innenleben gefällt mir gut. Die Drei-Ecks-Tasche (daher sicher der Name „Triangel“) ist unten mit einem Querfach ausgestattet in das ganz genau das kleine „Mantona Reisestativ DSLM“ hineinpasst. Stattdessen geht auch ganz perfekt eine 1,5 Liter Wasserflasche in dieses Fach oder eben auch mehrere Fotoobjektive. Dieses Fach ist aber nicht mehr mit Inneneinteilern der Tasche unterteilt, sondern eine „lange Röhre“ in die das Stativ eben sehr gut zu verstauen ist.

Das obere Ende des Drei-Ecks ist dann in zwei Fächer eingeteilt in das sehr gut meine Sony A7R II mit dem angesetzten Sony Zeiss 16-35 hineinpasste und auf der anderen Seite ein zweites Objektiv gut verstaut werden kann, wie in meinem Falle das Sony 24-240. Die Tasche verfügt noch über ein „Vorfach“, in welches ich auch mein 9,7″ Tablet inkl. Schutzhülle/Smartcover verstaut werden konnte. Separate Innenfächer für Akku, Smartphone, Speichercards, etc. sind in der Vordertasche auch vorhanden.

Um die beiden obigen Fotofächer zu öffnen bzw. bedienen zu können muss man den darüber verlaufenen Klick-Verschluss öffnen, erst dann kann man die beiden Reißverschlüsse der beiden Fächer öffnen. Das ist praktisch, verleiht der Tasche Stabilität und ist ein angenehmer Diebstahlschutz für das doch recht wertvolle Equipment darin.

Der Sling-Gurt der Tasche ist sehr lang und auch für mich als 193 cm Mann mit XXXL-Format sehr bequem zu tragen.

Der Rücken der Tasche ist gepolstert so das man auch bei nicht gepolsterten Hüften – die Tasche bequem tragen kann, auch wenn diese komplett vollgeladen ist.

Das Stativ – MANTONA REISESTATIV DSLM

Meine Erwartungen waren nicht die allergrößten. Das komplette Set aus Stativ, Kugelkopf, Wechselplatte und Slingbag kostet deutlich unter 150 Euro – was soll da das Stativ taugen?!

Nun das Stativ ist kein Gitzo oder Berlebach, das Equipment bis zu 10 Kilo tragen kann. Aber dennoch ist das Stativ genau das was es sein soll – ein sehr kleines Reisestativ für eine DSLM (also eine spiegellose Systemkamera). Das Stativ selbst wiegt inkl. dem abnehmbaren Kugelkopf etwa 1.6 Kilogramm. Die gesamte Höhe wenn man alles auszieht, was auszuziehen ist, beträgt dann 143 cm, was eine beachte liche Höhe ist für ein Stativ das mit seinem Packmaß von 35 cm in einem kleine Tasche passt! Das ist beachtlich. Ich habe mit meiner Systemkamera Tests gemacht und kann bestätigen, das geht und das hält gut. Für Langzeitbelichtungen würde ich die Mittelsäule nicht ausfahren, schon gar nicht zweifach, und würde die Langzeitbelichtungen dann eher auf etwa 100 cm Höhe ohne die Mittelsäule machen. Dann sind auch Verschlusszeiten von 30 Sekunden bei diesem kleinen Stativ kein Problem. Das das Stativ am unteren Ende der Mittelsäule über einen Stativhaken/Taschenhaken verfügt, kann man das ganze Set noch gut gegen Vibrationen und Windeinflüsse absichern.

Der Kugelkopf ist kein Gigant, aber mit seinem Arca-Kompatiblen Wechselsystem sehr tauglich und macht genau was er soll – die Kamera stabil tragen und verstellen. Der Kopf verfügt über Libellen/Wasserwaagen so das man seine Kamera sehr gut ausrichten kann, auch wenn das Stativ mal nicht 100% eben ausgerichtet ist.

Die mitgelieferte Wechselplatte ist mit einer Sicherung ausgestattet, so das auch wenn sich die Schnellwechselbasis mal lösen sollte, die Platte dennoch nicht gleich rausrutschen kann. Zum Entfernen der Wechselplatte muss die Basis absichtlich ganz geöffnet werden, was nicht ausversehen passiert. Selbst an solche Kleinigkeiten hat man bei diesem „billig-Stativ“ gedacht. Die Wechselplatte ist zudem Werkzeugfrei an der Kamera zu montieren und man braucht nicht wie bei sehr vielen – auch bei den ganz teuren System – einen Inbus Schlüssel in der Hosentasche um die Kamera zu montieren oder die Wechselplatte wieder von der Kamera zu entfernen.

Das Stativ wird mit einem sehr leichten und dünnen Schutz-Sack geliefert welcher auch noch mal einen Gurt hat so das man das Stativ auch seperat umhängen kann oder im Kofferraum in der Schutzhülle gut transportieren kann.

Die Stativbeine sind mit Gummifüßen ausgestattet, die man abziehen kann, so das man mit den dann zuvorkommenden Spikes das Stativ in der Natur oder im Eis und Schnee dann gut aufstellen kann. Für Parkett-Fotografen sicher nicht wichtig aber für die, die gerne draußen Aufnahmen machen, eine nicht unerheblich wichtige Einrichtung diese Spikes.

Eins der drei Stativbeine kann abgeschraubt werden und kann mit der entnommenen Mittelsäule (die zweifach ausziehbar ist) kombiniert werden, so das man ein recht hohes und mittelmäßig stabiles Einbeinstativ erhält. Um die beiden Teile (entnommenes Bein und entnommene Mittelsäule) zu kombinieren muss man einen Gewindestift der dem Stativset beiliegt in beide Enden schrauben und somit die beiden Teile zusammenschrauben. Der Gewindestift liegt in der Stativhülle. Das ganze ist nutzbar aber wahrscheinlich in der Praxis eher zu fummelig. Es funktioniert aber tadellos und soll deswegen meiner sehr positiven Bewertung keinen Abbruch tun.

Gesamteindruck:

Das Reiseset – ich nenne es mal so – ist genial für eine Städtetour wo das Stativ nicht auffällig durch die Gegend getragen werden soll. Die Tasche ist hochwertig und brauchbar und irgendwie auch zeitlos gestaltet so das man diese genau so gut auf einen dunklen Anzug tragen könnte wie auf eine abgeranzte Jeansjacke bei der Street-Photography. Kurzum: Ich mag das Set!

Natürlich ersetzt dieses Set nicht ein großes und teures Dreibein Stativ mit hochwertigem Kopf und auch nicht die hochwertigeren Fototaschen aber genau für den obigen Zweck ist das Set meines Erachtens nahezu konkurrenzlos und wirklich durchdacht. Von mir volle fünf von fünf Punkten!

Schöne Grüße – Euer Stativfreak, Taschenfreak und Fotofuzzy – Jörg Langer

Dieses Set könnt Ihr über den unten stehenden Link direkt bei Amazon ordern:

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