Der Compagnon Backpack – Er ist anders und das ist gut so!

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Wo fange ich am besten an? Nun, fange ich damit an, dass ich meiner lieben Frau etwas erklären werden muss? Oder fange ich lieber damit an, dass ich diesen Rucksack, den Compagnon The Backback, wirklich nur kurz testen wollte um ihn dann direkt zurückzuschicken?

Ich bin mittlerweile zu einem guten Kunden bei Compagnon geworden und habe mir schon einige Taschen aus deren Leder gekauft und viele, ich würde sogar sagen, sehr viele, wunderschöne Shootings damit gemacht. Als ich vor kurzem meine little Messenger in Schwarz an einen anderen Taschenfreak weitergab und mir die little Messenger in Hellbraun (passend zu meiner Messenger und Weekender) bei Compagnon bestellte, fragte mich Valentin von Compagnon, ob ich mir den Backpack nicht mal näher ansehen möchte und ggf. einen Bericht darüber verfassen möchte. Ich könnte den Rucksack nach diesem Test ja dann in Ruhe zurücksenden. Und genau in diesem schlimmen Dilemma befinde ich mich jetzt – ich will den gar nicht mehr hergeben!

Neulich bei einem Spaziergang mit dem Frauchen und den Hunden habe ich mir den Spaß gemacht und den Compagnon The Backpack mal vollgeladen und ihn durch den schönen Hochtaunus getragen. Dabei sind sind auch die nachfolgenden Aufnahmen entstanden.

Verstaut habe ich bei diesem Probe-Spaziergang das folgende:

  • Sony A7R II mit Sony Zeiss 16-35
  • Sony A6000 mit Sony Zeiss 55 1.8
  • Sony Zeiss 35 1.4
  • Sony Makro 90 2.8
  • Sony 24-240
  • Sony RX10
  • Sony RX100 M3
  • Sony HVL-43M mit Bouncer und 8 Akkus
  • Compagnon The Wallet mit Speicher und Akkus
  • Think Tank Cable Management Tasche mit Notebook Netzteil und Maus und USB Sticks
  • Fujitsu LIFEBOOK S935 – mein liebstes Notebook
  • 1,5 Liter Volvic Wasser
  • Smartphone
  • Schlüssel

Der Rucksack ist damit derart schwer das meine liebe Frau meinte ich hätte ihn auf dem Esszimmertisch festgeschraubt als Sie ihn da wegheben wollte. Ein süßes Bild. 🙂

Trotz des Gewichtes war der Rucksack sehr bequem auf dem Rücken zu tragen. Die ledernen Schultergurte und das gute gepolsterte Rückenteil verteilen die Last sehr bequem auf dem Oberkörper. Mit so viel Zeugs würde ich aber in der Realität nur am Flughafen oder auf einem Schiff rumlaufen beim Transport „von allem“ in den Urlaub. Beim eigentlichen Shooting habe ich nie so viel dabei und schon gar nicht bei Shootings oder Fototerminen bei denen ich längere Strecken zu Fuß unterwegs bin, und eben dessen einen Rucksack einsetze. Aber das ganze sollte ja ein „Testlauf“sein. Dennoch meisterte der The Backpack von Compagnon diese Aufgabe sehr gut und ich hatte meinen Spaß beim Tragen. Auf dem Weg zum Auto wurde ich von einem Nachbar mit den Worten angesprochen „na gehts auf die Jagd?„. Die grüne Farbe und das relativ unauffällige Design des Rucksacks aus Stoff und Leder schoben mich also in die Schublade der Naturburschen und nicht direkt in die Fotografenabteilung. Das ist gut so!

Der Rucksack hat sein Daypack in einer Art Wickeltasche oben drauf – also über dem Fotofach. Man kennt diese Wickel-Art schon von den wasserdichten Pack-Säcken und von den bekannten Ortieb Taschen. Der Compagnon The Backpack hat oben in dem Stoffbund Magnete die diesen „Bund“ fest zusammenhalten und sich dadurch gut Wickeln lassen. Durch das Wickeln ist die Tasche immer gut verschlossen, egal ob viel oder wenig in den Daypack vertaut wird. Ich habe oben bei den Bildern zur Veranschaulichung mal die 1,5 Liter Volvic Flasche genommen. Das Fach des Daypacks ist zum Fotoabteil mit einem „Klettbrett“ verschlossen. Man könnte also dieses auch entfernen um sehr lange Objektive oder andere lange Gegenstände im Rucksack zu verstauen.

Das Fotoabteil hat eine Tiefe von 16 cm und kann damit viele Objektive stehend darin aufnehmen, was das Ladevolumen des Rucksacks sehr praktisch wachsen lässt denn bei vielen anderen Rucksäcken muss man diese Objektive schon legen und verbraucht dadurch viel mehr Fläche im Rucksack.

Die „technischen Daten“ habe ich beim Hersteller mal vo der Seite abgeschrieben für Euch:

  • Gewicht: ca.
  • 2.0 kg.
  • Abmessungen Stauraum (Innenmaße):
    ca. 40 cm (Höhe) x 30cm (Breite) x 16cm (Tiefe)
  • Stauraum im Rolltop (innen):
  • max. 30 cm (Höhe) x 30cm (Breite)

Den The Backpack von Compagnon gibt es in Dunkelgrün mit hellbraunem Büffelleder (so wie der von mir getestete) und auch in Dunkelblau mit schwarzem Büffelleder. Der verwendete Stoff ist Waxed Canvas und macht auf mich einen unverwüstlichen Eindruck. Kein Vergleich zu den Stoffen der anderen „normalen Foto-Rucksackhersteller“.

Anfangs dachte ich die Reissverschlüsse seien keine gute Idee des Herstellers gewesen, da diese „so schwer“ gehen, aber dann sah ich warum diese so schwergängig sind. Es sind wassergeschützte sehr stabile Reissverschlüsse, die so schwer gehen weil sie fester ineinander greifen. Also ist das kein „Bug“, sondern ein gut gewähltes „Feature“. Ich glaube das man mit diesem Rucksack stressfrei unter einem Wasserfall durchlaufen kann ohne das man Bedenken bei der Fotoausrüstung haben muss. In Ermangelung eines Wasserfalls im Hochtaunus und angesichts meines Männerschnupfens mit dem ich gerade kämpfe muss ich Euch diesen Test also schuldig bleiben. Dennoch macht der Backpack einen sehr sehr stabilen, soliden und schützenden Eindruck auf mich.

Positiv fiel mir auf das der Rucksack sich nahezu lautlos bedienen lässt. Außer den Inneneinteilungen funktioniert nichts mit lauten Klicks und Kletts, alles ist mit sehr stabilen Verschlüssen und lautlosen Reißverschlüssen verbaut so das man mit diesen Backpack nirgends massiv auffällt.

Was mich besonders interessierte, und bei sehr sehr vielen anderen Rucksäcken schon tierisch genervt hat ist der „Umfalltest“. Ich mag es nicht, wenn ich eine Tasche oder einen Rucksack abstelle und dieser inmitten weniger Sekunden wieder umfällt. Das passiert durch den stabilen Lederboden des Compagnon Backpacks in diesem Falle nicht. Er steht solide und stabil. I Like!

Das Notebookfach nimmt bis zu 15″ Notebooks auf und ist mit einem Lederriemen mit Druckkopf gesichert, so dass beim Öffnen des Fotofaches das Notebook nicht auf den Weg „rutscht“. Auf dem Notebookfach sind im inneren des Rucksacks drei Zubehörfächer angeklettet mit denen man Ordnung in die Kleinteile seiner Ausrüstung bringen kann, oder diese dank Klettbefestigung auch einfach zu Hause lassen kann.

Was ich noch nicht getestet habe, sind die beiden optionalen Zubehörteile zum Backpack, dem Compagnon Hüftgurt der zum Glück abnehmbar ist, und dem ebenso optionalen Stativ-Köcher den man außen am The Backpack montieren kann. Beide Teile habe ich auch zum Test bekommen und werde dazu ggf. noch gesondert berichten.

Tja, was soll ich Euch sagen… ich brauche eine gute Argumentation für meine Frau!

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Mein persönliches Fazit zum The Backpack von Compagnon:

Der The Backpack von Compagnon ist wie deren Schultertaschen „anders und genau deswegen sehr gut!“

Schöne Grüße – Euer Taschenfreak – Jörg Langer

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2 Kommentare zu Der Compagnon Backpack – Er ist anders und das ist gut so!

  1. Czerny Peter sagt:

    Hy,

    Der sieht wirklich sehr interessant aus vor allem die vielen verstau Möglichkeiten und die Reißverschlüsse.

    Das mit dem umfallen nervt mich Persönlich auch extrem, das wäre schon ein positiver

    Punkt bei der Kaufentscheidung.

    Super Bericht.

    Lg. Peter

  2. Mark sagt:

    Hallo Jörg,

    ja ich liebe meine Little Messenger auch und linse auch Richtung Backpack, wenn ich mal alles mitnehmen möchte, aber ich warte noch auf die „Zischentasche“, die zwischen Little und der Messenger angekündigt ist.

    Was ich bei dem Backpack etwas schade finde, dass er zwar steht, aber unten keine Metallfüsse, wie bei den Taschen sind. So stellt man den Rucksack immer in die „Pampe“

    Kannst das ja mal an Valentin als Verbesserungsvorschlag unterbreiten

    Gruß Mark

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