Der Manfrotto Backpack Tri Large MB MA-BP-TL von Daniela

20150622-MF-Backpack-TriLargeMB-MA-BP-TL-002Vor einigen Tagen schrieb mir Daniela und schickte mir einen schönen ausführlichen Text und einige Bilder zu Ihrem Manfrotto Backpack Tri Large MB MA-BP-TL welche ich Euch gerne alle hier zeigen möchte. Warum Hersteller sich solche „unmerkbare“ Produktnamen einfallen lassen ist mir unerklärlich. Aber schauen wir mal was Daniela zu diesem Rucksack schreibt:

Hallo Ihr Lieben,

Ich hatte es ja versprochen, auch wenn ich etwas spät dran bin (die Arbeit, seufz!) möchte ich euch doch nun endlich mal Beladungsfotos und Infos zum Manfrotto Tri Backpack in groß schicken.

Zwar fand ich den Slingshot irre praktisch, mein Rücken war jedoch weniger begeistert von der ausschliesslich einseitigen Trageweise. Daher suchte ich einen 3in1 als Ersatz, in den aber auch alles und noch etwas mehr reinpassen musste. Erst hing ich bei den alten und neuen Kata Modellen rum und fand an jedem etwas zu meckern, bis mir einfiel, dass Manfrotto die ja aufgekauft hatte. Nach dem Vergleichen der Modelle Small, Medium und Large und dem unschlagbaren Amazon-Preis von 103€ (bei Manfrotto: 151,40€) wurde der Large bestellt.

Zur Verarbeitung, Optik und Haptik:
Der komplette Rucksack ist bereits wasserabweisend, mit 1,29kg angenehm leicht trotz seiner Größe und bringt noch einen AW-Überzieher mit. Einziges Manko: Der ist nirgends festgenäht, der muss extra mitverstaut werden.
Die Stativschlaufen sind ein netter Gag – mehr nicht. Wer eine entsprechende Kamera mit schwerem Glas in dem Riesenteil unterbringt, hat in der Regel etwas anderes als ein 50cm, 800g- Ministativ.
Zweiter Nachteil: er hat keine Füße am Boden und steht so immer auf dem blanken Stoff. Der ist zwar sehr robust, aber wird natürlich dadurch auch noch deutlich schneller dreckig.

Die Reissverschlüsse, Clipser und Riemen sind tadellos verarbeitet und allesamt sehr stabil. Die Polsterung am Rücken sowie im Laptopfach ist daumendick und gut gelöst. Hinter dem Rückenpolster kann man die Gurte verstecken, die sich normal, über Kreuz oder einseitig schräg nutzen lassen. Der Rucksack läßt sich also nach Bedarf in einen Sling verwandeln, darauf kams mir an.

Fächer:
Seitlich hat er jeweils eine kleinere Reißverschlußtasche, die sich aber ordentlich ausbeulen läßt. Mein Recorder oder Kompaktkamera (Sony HX60) passen hier problemlos hinein.
Vorn auf hat er eine Reißverschlusstasche, die ist recht flach, aber für Putzzeug optimal für schnellen Zugriff.
Im Daypack oben passt problemlos eine größere Flasche querliegend (oder mehrere kleine) hinein und dazu noch etlicher Kleinkram. Darin befindet sich auch noch eine Netztasche, in die man weiteres Zubehör reinstopfen kann. Filter, Fernauslöser und so weiter.

Ins Notebookfach passen angeblich Laptops bis 15,6“ – durch die dicke Polsterung muss man diese Größe jedoch regelrecht reinstopfen. Mit meinem 12,5“ Thinkpad habe ich natürlich da keine Probleme. Ich würde jedoch maximal 14“ da unterbringen, wenn ich mir nicht jedesmal beim Rausnehmen oder reintun die Finger brechen will.

Der Deckel mit Griff wird komplett geöffnet und nach vorn hochgeklappt. Das Kamerafach kann komplett geöffnet werden und bietet komplett flexible Gestaltung, allerdings sind mit dickeren roten (mit verstärktem Pappkern) und kleineren grauen Teilern schon Ideen vorgegeben. Trotzdem kann man gut selber bestimmen, wie man es aufteilt.

Ein schöner Zusatz: Die Trennung zwischen Daypack und Kamerafach kann geöffnet und hochgeklappt werden (der Klett sitzt jedoch wirklich bombenfest, hier löst sich nichts von allein) und so kann der Rucksack auf Wunsch auch als großer normaler Tagesrucksack genutzt werden, wenn man das Kamerafach leert.

Was passt rein:
Im voll beladenen Bild habe ich eine 1DX mit angesetztem 16-35/28L USM II, das 70-200/2.8L, meinen 5D2 Body mit BG und das Tamron 28-75/2.8 drin (und die AW Hülle). Die 1DX leihe ich gelegentlich für Aufträge aus und daher brauchte ich Platz für einen zweiten Body. Die 1DX ist zwar fetter als die 5er und zweistelligen mit BG passt aber mit leichtem Drücken und umarrangieren auch noch problemlos rein. Der Rucksack gibt gut nach und auch die Reißverschlüsse nehmen es nicht übel, wenn es mal irgendwo ein wenig beult.
Im Normalfall liegt dort die 5D2 mit angesetztem 16-35 oder 28-75 und die passt hervorragend. Trotz dessen, dass der Medium von den Zahlenwerten auch gepasst hätte, zeigt mir das Beladen, mit dem BG wäre es dort drin doch wieder eng geworden.
Es sind reichlich Teiler vorhanden, soviele, dass ich mir an der Gegenseite damit eine „Schutzwand“ gebaut habe, wenn ich das Fach mal weiter öffnen muss im umgehängten Zustand, kann so nichts nach unten rausfallen.

Statt einem Zweitbody passen dort natürlich auch noch problemlos 2 weitere Objektive rein, auch die AW-Hülle kann noch platztechnisch gegen ein kleines Objektiv getauscht werden.

Vergleichen kann ich den Rucksack im Einsatz mit dem Tamrac Adventure 9. Dieser war im Leerzustand gut ein halbes Kilo schwerer. Die Träger haben mir grundsätzlich unter den Achseln was abgedrückt, weil sie recht nah beieinander saßen, der Manfrotto ist etwas weiter gestaltet, die Träger sind auch breiter und besser gepolstert. Auch das Rückenpolster ist deutlich besser, unter dem Tamrac habe ich oft extrem geschwitzt, bei diesem hier funktionieren die Luftkanäle in Manfrotto-Logo-Form hervorragend. Er sitzt sehr gut (bin 1,68m kurz und etwas breiter) und auch nach stundenlangen Fotomärschen tut mir nichts weh, was beim Tamrac leider hin und wieder der Fall war.

Ich bin vollauf zufrieden mit dem Manfrotto und habe euch noch einen Haufen Bilder angehangen zum Anschauen und Vergleichen, von denen Ihr natürlich gern soviele wie Ihr mögt auf Euren Blog stellen könnt J

Liebe Grüße

Daniela

Vielen lieben Dank an Daniela und liebe Grüße an alle Taschenfreak-Freunde.

Euer Taschenfreak – Jörg Langer

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