Aktion Gute gegen Gutes – hier die Story dazu

2015-09-21-Aktion-gutes-gegen-Gutes

Gestern habe ich den mir geschenkten Rucksack vorgestellt und versprochen, dass der derjenige der mir eine Quittung als Nachweis schickt für einen Blumenstrauß, den er einer alten Dame in der Nachbarschaft schenkt, den Rucksack als Paket von mir geschenkt bekommt.

Eben gerade bekam ich das Mail mit einer – wie ich finde – herzzerreißenden Süßen Geschichte dazu. Der nette User schreibt:

Als ich von der Aktion unter www.taschenfreak.de gelesen hatte war ich gerade auf der Arbeit am Schreibtisch und hatte genau die richtige Dame vor Augen, die einen solchen Strauß verdient hat. Ich kannte Sie bis dahin nicht, aber ich wohne in einer Straße mit vielen Jungen Familien und so zwei bis drei wirklich schönen alten Herrenhäusern und hinter hohen Hecken wohnen hier dann noch teils wirklich alt eingesessene Leute. Unsere Nachbarin Helga und deren Gatte Herrmann wohnen ca. zwei Häuser weiter in einem solchen Haus mit einer ellenlangen Auffahrt. Das die Auffahrt so lang war habe ich erst bemerkt als ich schnaufend die mehreren zig Meter hoch gelaufen bin nachdem mir am Schmiede eisernen Tor per lautem Summer geöffnet wurde. Ich hatte also den zuvor gekauften Blumenstrauß freudestrahlend in der Hand und mir schon alles im Kopf zurechtgelegt

„Hallo, ich habe hier einen wunderschönen Blumenstrauß einfach so für Sie. Ich wünsche Ihnen noch einen wunderschönen sonnigen Herbsttag. Auf Wiedersehen“.

Aber es kam anders! Statt der älteren Dame begrüßte mich ein älterer Herr mit den Worten

„Was wollen Sie!“

Als ich dann meinen Satz mit

„Hallo, mein Name ist …“

begann viel dieser mir ins Wort und fauchte mich an

„Ich wollte Sie nur darauf hinweisen, das Sie widerrechtlich mein Grundstück nach Paragraph […] betreten haben. Ebenso sind Haustürgeschäfte nach Paragraph […] Absatz […] unzulässig. Ebenso weise ich Sie darauf hin…“

weiter wollte ich es gar nicht kommen lassen da ich ja nur einen Blumenstrauß abgeben wollte und sagte

„Hören Sie bitte, ich möchte nichts von alledem ich möchte nur…“

und da wollte er schon wieder mit seinem bösen Blick anfangen mich zu vertreiben. Zum Glück kam in diesem Moment die Hausherrin mit einem deutlich freundlicheren Gesichtsausdruck von hinten den langen Gang des Hauses entlang mit den Worten

„Herrmann, lass den Jungen Mann doch erstmal ausreden! Bitte verzeihen Sie Ihm er ist oberster Richter a.D. um was geht es bitte?!“

Und da konnte ich endlich mein Sprüchlein aufsagen. Danach beruhigte Sie Ihren Mann und ich konnte mich von beiden dann doch noch im Guten verabschieden. Helga, die Hausherrin hat zum Schluss doch über beide Ohren gestrahlt und sagte zu mir „ach wissen Sie, meine Kinder sind schon seit vielen Jahren außer Haus, wir beide sind auch nicht mehr so gut zu Fuß und einfach so mal eine solche Freude zu bekommen ist echt selten in der heutigen schnelllebigen Zeit..“ So hat sich doch noch alles zum Guten gebessert und selbst der Hausherr hat mich mit einem wohl freundlichen

„Hmm, na dann noch alles Gute“

verabschiedet.

Achja: Ja, ich habe Ursprünglich wirklich 10,- für den Blumenstrauß ausgegeben, DENN … ich habe der netten Blumenverkäuferin am Friedhof (warum fast IMMER Blumengeschäfte in Friedhofsnähe sind … aber egal) gesagt, das ich einen Blumenstrauß für 10,- haben möchte. Den hat Sie mir auch gegeben, wir kamen ins Gespräch und ich sagte Ihr, das ich damit einer älteren Dame aus der Nachbarschaft eine Freude machen möchte. Da hat Sie mir den Strauß billiger gegeben. Da ich aber das „Budget“ 10,- hatte habe ich Ihr die 3,- auf de schöne alte Kasse gelegt „wenn mal jemand vorbeikommt und nicht genug Kleingeld dabei hat dann ist das dafür“ was mich an diese Kaffee-on-Hold Aktionen für Obdachlose erinnert hat. Also habe ich letzendlich die 10,- ausgegeben 😉
Ich hoffe das zählt trotz allem.

Und wie das gilt lieber H. aus P. Was eine geniale Story, oder?

Ihr Lieben, der Taschenfreak bekommt einen Rucksack geschenkt und freut sich, er schenkt den Rucksack einem Menschen der sich freut und der schenkt einer Dame einen Blumenstrauß die sich freut – wenn das keine „Freuden-Wertschöpfungskette“ ist, oder? Ich freue mich…

Der Rucksack geht morgen per DHL zum glücklichen Schenker!

Schöne Grüße – Euer Taschenfreak – Jörg Langer

1 thought on “Aktion Gute gegen Gutes – hier die Story dazu

  1. Also wirklich Super von Euch das Ihr diese „Freuden-Wertschöpfungskette“ in Gang gesetzt habt.

    Wenn man nur einen Mensch jeden Tag eine Freude bereiten kann, hat man die Welt schon für einen Augenblick Freundlicher gemacht. In der Heutigen Zeit ein Wertvolles Geschenk für alle beteiligten. Und dann noch so eine tolle Geschichte.

    Wirklich eine tolle Geschichte.

    lg. Peter

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