Der Compagnon Explorer Plus Arctic über 26 Tage in Norwegen

26 Tage und knappe 8.500 Kilometer waren wir beide auf Reisen. Mein Compagnon Explorer Plus Backpack in der Farbe Arctic und ich waren ab dem 06. Juni im Norden Norwegens gemeinsam mit meiner Frau und unseren beiden Hunden unterwegs.

Über diesen Rucksack, der im Spätsommer 2017 als Kickstarter Kampagne, gelauncht wurde, wurde und wird viel gesprochen im Internet. Ich durfte einen der ersten vier Prototypen damals schon testen und hatte damals aus Dänemark darüber berichtet. Da ich in diesem Falle recht nah an den beiden Machern von Compagnon dran war und auch mit etwas Equipment bei den ersten Fotoshoots dazu aushelfen konnte, war ich ungemein gespannt auf die Serienprodukte. Leider kamen diese erst Mitte Juni und ich bin deswegen mit einem der letzten – aber technisch finalen – Prototypen am 06.06. ins Auto gestiegen zur Reise meines Lebens nach Nord-Norwegen.

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Compagnon für diese Zusammenarbeit bei der wir auf beiden profitiert haben. Compagnon hat von uns profitiert mit Equipmentleihstellung und ein paar Marktinfos unserer Leser und wir mit diesem genialen Rucksack den wir jetzt auf dieser Reise wirklich auf Herz und Nieren (oder Schulter und Hüfte) testen konnten.

Ich habe es direkt nach der Reise auf Facebook wie folgt zusammengefasst:

Eine komplexe Vorstellung des Rucksacks erspare ich Euch an dieser Stelle, dass habe ich bereits am Beispiel des Prototypen im letzten Jahr gemacht und da gibt die Homepage vom Hersteller genug „Input“, möchte Euch aber ein paar Eindrücke und Meinungen dazu, nach dieser intensiven Nutzung schildern.

Ladevolumen des Explorer Plus Backpacks

„Der sieht aber gar nicht so groß aus….
Ob da Dein ganzes Zeug, was Du alles mitnehmen willst rein passt.
Denke eher nicht…“

… so die Worte meiner Frau als Sie das Equipment auf meinem Tisch liegen sah und ich den Explorer Plus aus dem Karton nahm.

Da mussten jetzt für die Reise rein:

  • Panasonic G9 mit Panasonic Leica 12-60
    (so gepackt das durch Außen-Öffnung zugänglich von der Seite)
  • Panasonic GX9 mit Panasonic 12-32 Pancake
  • Leica Q
    (habe ich aber im Urlaub quasi nicht genutzt… anderes Thema…)
  • Panasonic Leica 8-18
  • Panasonic Leica 100-400
  • Olympus Pro 40-150 2.8
  • DJI Mavic Pro mit Fernsteuerung und einem Ersatzakku und
    vier Packungen Ersatzpropeller (habe aber keine gebraucht – was ein Glück!)
  • GoPro 6 mit zwei verschiedenen Halterungen und zwei zusätzlichen Ersatzakkus
  • ein paar Kabel, Akkus, Putztuch,
  • Messer und Taschenlampe (im Seiten-Außenfach)
  • zwei SD-Card-Taschen
  • Geldbörse(im Seiten-Außenfach)
  • iPad Pro 10.5 mit Keyboard und SD-Lightning Adapter
  • f-Stop Gear Filter Pouch mit 6 HAIDA Pro Filtern 
  • f-Stop Gear Accessoires Pouch mit Kleinkram
  • WD Wireless SSD mobile Festplatte zum Datensichern

… und das Rolltop-Fach oben war noch komplett frei! Das Hauptfach und auch das sehr gute Frontfach waren damit aber auch wirklich „voll“ – zwar ohne Quetschen – aber Platz war auch wirklich keiner mehr.

Ich bin wirklich extrem begeistert, was alles, in den relativ übersichtlichen von den Außenmaßen her, Compagnon Explorer Plus Backpack hineingeht.

Tragekomfort des Explorer Plus Backpacks

Und genau da spielt der Explorer Plus Backpack in einer Liga, die meines Erachtens (persönliche Meinung nach vielen Rucksäcken und vielen Jahren Erfahrung) kein anderer Fotorucksack bisher erreicht hat.  Die „Zusammenarbeit“ zwischen Compagnon und Deuter trägt hier Ihre Früchte. Der Explorer Plus ist trotz der wirklich vollen und nicht leichten Ladung (wie oben aufgezählt) unglaublich bequem zu tragen. Da ich selbst kein Freund des Hüftgurtes bin, trage ich Rucksäcke immer ohne diesen, und dennoch ist der Explorer Plus so unglaublich bequem wie kein anderer, den ich bisher benutzt habe.

Das Roll-Top des Explorer Plus Backpacks

„Das sieht ja aus wie bei Luis Trenker – sowas mag ich nicht…“

… habe ich von einem Freund gehört der den Compagnon Explorer Backpack nur von der Homepage her kennt. Stimmt sogar, wenn man die Produktbilder von Compagnon sieht, bei denen das Rolltop gefühlt 30% über der Rucksackbreite übersteht. Wenn man dieses allerdings richtig faltet und rollt, dann sieht das gar nicht so schlimm aus wie man zu Erst denken mag.

Ich möchte auf jeden Fall keinen Rucksack mehr ohne zusätzliches Daypack. Abends mal schnell im Supermarkt noch drei 1,5L Flaschen Getränke holen und ein Brot und zwei Packungen Wurst und das ganze dann unauffällig und schnell in diesem Rucksack ins Hotel, in die Ferienunterkunft oder an den Strand zu tragen ist einfach sensationell Easy und bequem möglich. Oder auch, wenn die Frau sagt, „kannst Du heute Abend mal schnell meine Kamera in Deinen Rucksack stecken“, dieser aber schon voll ist, die Kamera ins Roll-Top des Explorers zu stecken und die Kamera sicher und beruhigt zu transportieren – genau dafür liebe ich diese Flexibilität dieses magischen Roll-Top-Faches oben auf dem Rucksack.

Die Trennwand zwischen dem oberen Roll-Top-Fach und dem unteren Fotofach ist mit einem rundumlaufenden Reißverschluss versehen und kann zu jederzeit geöffnet werden. Ein zusätzliches kleines Innenfach ist auch im weichen Roll-Top vernäht welches mit einem kleinen Reißverschluss verschlossen werden kann.

Der Hüftgurt des Explorer Backpacks

Ich mag keine Hüftgurte. Meine Hüfte und diese Gurte sind nicht kompatibel. Dazu kann aber der Hüftgurt nichts. Das dieser Hüftgurt entfernbar ist, und zwar ohne den Rucksack mit der scharfen Klinge zu operieren, finde ich einen bemerkenswerten und erwähnenswerten Pluspunkt. Der Hüftgurt wird unten am Rücken durch eine eigens dafür vorgesehene Lasche gezogen und auf beiden Seiten mit einem Klick-Band befestigt. Damit hält der Hüftgurt sensationell und ist dennoch ebenso schnell wieder im Bedarfsfall entfernt. Der Hüftgurt selbst hat auch Griffe, mit denen man den vollbeladenen Rucksack sehr gut auf die Hüften wuchten kann. Auch das ist nicht selbstverständlich. Auch hier kommt die Expertise von Deuter zum Vorschein – denke ich.

Die Materialen des Explorer Backpacks

Besonders angetan hat es mir der „gummierte“ Boden. Bei meinem „Arctic-Blauen“ Explorer Backpack ist das der graue Bereich am Boden. Dieser scheint mir unverwüstlich zu sein und zudem wasserfest. Der Rucksack steht wie ein Fels in der Brandung damit und lässt sich dank der Gummierung auch nicht so einfach verschieben wenn er mal an einem Fleck steht.

Der Rest des Rucksacks ist aus wetterfestem Stoff gefertigt das man aus der Wander und Trekking-Rucksack-Abteilung des Outdoor-Ladens kennt. Die Polsterungen sind stabil und die Klettverbindungen im Inneren halten sehr gut.

Der Verschluss den längenverstellbaren Gurtes über das Roll-Top-Fach ist magnetisch und hält auch unter Volllast extrem gut. Ich habe den vollbeladenen Rucksack mehrfach an diesem Band durch die Gegend gewuchtet und das hat super gehalten. Dennoch hat der Explorer Backpack auch einen richtigen Tragegriff am oberen Ende des Rückens.

Der Zugriff auf das Fotofach erfolgt über den Rücken und kann mit zwei zulaufenden und mit einander zu verbindenden Reißverschlüssen geöffnet und verschlossen werden. Damit die Last des gesamten Gewichtes nicht auf diesem Reißverschluss liegt, werden zwei Klick-Gurte mit dem oberen Rücken-Rahmen des Rucksacks verbunden und somit verteilt sich das Gewicht auf den Rahmen und nicht nur auf den umlaufenden Reißverschluss.

„Ich mag es an Rucksäcken nicht wenn da so viel „gebamsel“ mit Gurten dran ist….“

… sagte mir ein anderer Bekannter zur Frage was ihm bei Rucksäcken wichtig sei. Das geht mir genau so. Zu viele Gurte und schlaufen an denen ich oder andere immer wieder hängen bleiben stören mich mehr als sie mir helfen. Da hat Compagnon ein gesundes ausgeglichenes Maß gefunden an den nötigsten Gurten und Befestigungsmöglichkeiten, aber keinesfalls zu viele. Ich nutze meinen Explorer Plus Backpack mittlerweile ohne Hüftgurt und habe auch den Brustgurt entfernt. Damit habe ich nur noch die Schulterriemen und die beiden Gurte an den beiden Seiten, die zur Stativ oder Jackenbefestigung benötigt werden. Diese dienen auch gerne mal als „Koffergriff“ und störten mich bislang nie.

Besonders praktisch ist der Seitenzugriff auf die Hauptkamera. Um an diese zu gelangen muss man den Rucksack nicht absetzen, sondern nur einen Arm aus einem Schultergurt raus ziehen und den Rucksack etwas nach vorne schwingen und schon kommt man an das Seitenfach und seinen Reißverschluss heran. Das Fach ist je nach individueller Inneneinrichtung groß genug für eine ausgewachsene Kamera und ein recht großes normales Zoom. Ich habe darin eine Panasonic G9 mit meinem Panasonic Leica 12-60, aber auch eine Sony A7R III und ein ausgewachsenes 24-70 2.8 GM Zoom aus dem Sony passen hier gut hinein und durch die Seitenöffnung hindurch.

Was fehlt mir am Explorer Backpack?

Tja, das eine gute und auch oft gestellte Frage. Ich kann es Euch nicht sagen. Am Anfang dachte ich mir fehlen zwei Gurte unter dem Boden um dort ein quer hängendes Stativ ein zu hängen. Fehlanzeige, hat mir trotz häufiger Stativnutzung auf dieser Reise kein einziges mal gefehlt. 

Ein kleines Video, dass ich mit der GoPro-App im Urlaub auf die schnelle zusammen geschnitten habe um Euch hier auch etwas „Bewegtbild“ zu diesem Foto-Rucksack zu liefern. Gefällt Euch das?

Gibt es andere Rucksäcke wie diesen am Markt? Gibt es Alternativen?

Na klar, es gibt immer Alternativen! Zum einen sehe ich da ganz eindeutig den anderen „originalen“ Backpack aus dem hause Compagnon, und ganz sicher spielen auch der eine oder andere Rucksack von f-Stop Gear, MindShift Gear oder Think Tank Photo in dieser Liga mit. Aber ganz sicher erfüllt keiner, derjenigen die ich bisher testen konnte meine persönlichen Anforderungen so wie der Explorer Plus aus dem Hause Compagnon (und Deuter).

Habt Ihr Fragen zum Explorer Plus?

Dann freue ich mich auf Eure Kommentare und auch auf Eure Mails – stellt mir Eure Fragen. Vielleicht kann ich sie beantworten…

Schöne Grüße – Euer Taschenfreak – Jörg Langer



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1 thought on “Der Compagnon Explorer Plus Arctic über 26 Tage in Norwegen

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