Crumpler Track Shoot Camera Sling 8000: viel Platz für Foto, Video und Notebook – und eine Farbe, über die wir reden müssen

„Schatz, die geht gar nicht. Das sind überhaupt nicht deine Farben.“

So ungefähr fiel das Urteil meiner Frau aus, als sie meine neue Fototasche sah. Ich dagegen fand die Crumpler Track Shoot Camera Sling 8000 auf Anhieb ziemlich schick. Inzwischen war sie zweimal bei Shootings und auch bei einem Kundentermin dabei. Höchste Zeit also, euch zu zeigen, was in die Tasche passt und wie sie sich im Einsatz macht.

Woher kommt die Tasche?

Ich habe die Track Shoot 8000 gebraucht über das DSLR-Forum gekauft. Der Verkäufer wusste offenbar, dass ich ein Taschenfreak bin, und ist mir beim Preis sogar noch etwas entgegengekommen. Danke dafür!

Die Tasche wurde mir nicht von Crumpler zur Verfügung gestellt. Ich hatte Interesse an ihr, habe sie selbst organisiert und teile hier meine Eindrücke aus dem Einsatz. Einen belastbaren aktuellen Marktpreis kann ich euch nicht nennen – gerade bei einem gebrauchten Modell hängt der Preis schließlich auch vom Zustand und vom Angebot ab.

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Was war bei meinem Kundentermin drin?

Ich kam gerade von einem Termin im Freizeitpark Lochmühle, wo ich Foto- und Videocontent produziert habe. Dafür hatte ich die Tasche folgendermaßen gepackt:

  • Nikon Z8 mit meinem 24–120-mm-Standardzoom
  • eine Panasonic Lumix als Backupkamera
  • eine Insta360-Kamera mit Zubehör für Videoaufnahmen
  • 13-Zoll-MacBook Air
  • kleines Schreibset
  • Putztuch und Reinigungstücher
  • Multitool
  • Kartenleser und verschiedene Speicherkarten
  • zwei zusätzliche Nikon-Akkus

Das ist für eine Schultertasche schon eine ordentliche Mischung aus Foto-, Video- und Arbeitsausrüstung. Gerade das separate Notebookfach macht die Track Shoot für Termine interessant, bei denen ich neben der Kamera auch einen Rechner dabeihaben möchte. Mein 13-Zoll-MacBook Air passt problemlos hinein. Ein Fach für ein 16-Zoll-Gerät wäre für mich persönlich noch praktischer; ob euer Notebook passt, solltet ihr vor dem Kauf am konkreten Gerät prüfen.

Fächer und Inneneinteilung

Das Hauptfach lässt sich mit Trennwänden einteilen. Die Polsterung ist weich und flexibel, die Tasche insgesamt eher knautschig als steif. Mir gefällt, dass ich kleinere Dinge zwischen den Trennwänden griffbereit unterbringen kann – etwa einen Objektivdeckel, den ich während eines Shootings schnell abnehmen und ebenso schnell wiederfinden möchte.

Die Trennwände sind allerdings nicht an jeder Stelle der Taschenwand frei platzierbar. Innen gibt es bestimmte Klettbereiche, an denen sie halten. Die Einteilung funktioniert für mein Setup gut, bietet aber weniger Spielraum als manche Taschen, deren Innenwände rundherum mit Klettstoff ausgekleidet sind.

Dazu kommen ein Fach im Deckel und eine Vortasche für Kleinteile. Kartenleser, Speicherkarten, Akkus und Reinigungstücher müssen so nicht lose zwischen den Kameras liegen. Im Notebookfach hält ein Klettverschluss den Rechner an seinem Platz.

Ein Detail, das ich im Alltag wirklich schätze, ist das helle Innenfutter. Schwarze Kameraausrüstung lässt sich darin leichter erkennen als in einer rundum schwarzen Tasche. Wer schon einmal einen kleinen schwarzen Objektivdeckel in einem dunklen Taschenfach gesucht hat, weiß, warum mich das freut.

Material und Tragekomfort

Der Stoff macht auf mich einen robusten Eindruck. Am Boden sitzt ein widerstandsfähiges, planenartiges Material. Rückseite und Schulterpolster sind gepolstert, und es gibt einen Handgriff, mit dem ich die Tasche kurz aufnehmen kann.

Der Gurt ist angenehm weich. Das Schulterpolster lässt sich verschieben und abnehmen. Diese Beweglichkeit ist praktisch, wenn ich die umgehängte Tasche vom Rücken nach vorne hole, um an die Ausrüstung zu kommen.

Sie hat aber auch eine Kehrseite: Das Polster verrutscht bei mir gelegentlich und sitzt dann nicht mehr dort, wo ich es haben möchte. Ein paar griffige Punkte auf der Unterseite würden ihm wahrscheinlich guttun. Die richtige Balance ist hier gar nicht so einfach – die Tasche soll sich bewegen lassen, das Polster aber möglichst an der Schulter bleiben.

Der Verschluss: Hier hätte ich einen Wunsch

Die Hauptklappe wird mit Klickverschlüssen geschlossen. Das funktioniert und lässt sich ohne das typische laute Aufreißen eines großen Klettverschlusses öffnen.

Was mir fehlt, ist eine Möglichkeit, die Klappe für einen kurzen Moment geschlossen zu halten, ohne jedes Mal die Schnallen zu schließen. Wenn ich sie einfach nur über die Tasche lege, bleibt das Hauptfach nicht zuverlässig zu. Ein Magnetverschluss oder eine kleine zusätzliche Fixierung wäre für meinen Arbeitsalltag eine schöne Lösung.

Fotos

Mein Fazit

Die Crumpler Track Shoot Camera Sling 8000 ist für mich eine geräumige Schultertasche, in der ich Kameraausrüstung, Zubehör und ein kleines Notebook gemeinsam transportieren kann. Besonders gefallen mir das helle Innenleben, die vielen Möglichkeiten für Kleinteile und der weiche Gurt. Auch das flexible Material hat seinen Reiz, wenn ich keine starre Tasche mitnehmen möchte.

Meine beiden Kritikpunkte sind das Schulterpolster, das mir etwas zu leicht wandert, und die Klappe, der eine schnelle Zwischenlösung zum Schließen guttäte. Trotzdem habe ich die Tasche bereits mehrfach eingesetzt – und im Moment habe ich vor, sie zu behalten.

Meine Frau ist von den Farben weiterhin nicht überzeugt. Ich schon. Aber genau darüber können wir ja diskutieren: Wie gefällt euch die Track Shoot 8000? Und was muss eine gute Fototasche für euch unbedingt können? Schreibt es mir in die Kommentare.

Das Video zur Tasche: Crumpler Track Shoot Camera Sling 8000 auf YouTube ansehen

Schöne Grüße
Euer Taschenfreak – Jörg

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