Die große „Dothy“ – die Dothebag Mono 16 von Monochrom

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„Der Taschenfreak und die Ledertaschen….“, wäre eigentlich die richtige Überschrift gewesen für diesen Beitrag auf Taschenfreak.de zu einer weiteren Leder-Schulterfototasche. Dieses Mal zeige ich Euch die Dothebag Mono 16 in diesem Beitrag die ich in der vergangenen Woche geschickt bekommen habe und gestern bei zwei Shootings im Einsatz hatte.

Die Mono 16 aus der Dothebag-Serie ist die größte Ledertasche aus dieser Modellreihe. Sie hat nach Herstellerangaben die folgenden Abmessungen:

  • Außenmaße L x B x H: 33 x 22 x 26 cm
  • Innenmaße L x B x H: 27 x 16 x 23 cm

Der Hersteller sagt zu diesem Modell:

  • Die Fototaschasche mit Tiefe
  • Prädestiniert für große SLRs

Ersteres stimmt, zweiteres würde ich sagen „Naja, bedingt…“. Da ich bei meinen Fotoshootings immer zwei mit Objektiven bestückte Bodys dabei habe, um weniger Zeit mit Wechseln der Linsen zu verbringen und dem „Ausfall“ einer Kamera vor zu beugen, erschien mir die Mono 16 genau die Tasche für mich und meine Anwendung zu sein. Gestern hatte ich sie bei zwei Shootings dabei und sie hat es gut gemeistert.

Für große DSLRs mit Batteriegriff oder die Monster wie Canon 1er oder Nikons D3/D4 ist die Tasche auch durchaus geeignet, aber dann ganz sicher mit weniger Objektiven. Unsere Sony A7er mit Batteriegriff gehen auch recht gut rein wie man auf einem der obigen Bilder sehen kann.

Das Kamera-Inlay ist komplett entfernbar, so das man dieses „Dothebag Lederköfferchen“ auch für andere Transporte gut nutzen kann.

Was geht rein?

Nun, ich habe immer dabei und genau das geht auch sehr gut in diese Tasche rein (wie dafür gemacht!):

  • Sony A7R mit Sony Zeiss 55 1.8
  • Sony A7S mit Sony Zeiss 16-35
  • Sony 70-200
  • Sony Zeiss 35 1.4
  • Sony Zeiss 24-70
  • Sony HVL-43M mit Boncer und 8 Zuatzakkus
  • 4 Akkus für die Kameras in einer 4er Batterietasche von Think Tank
    (genutzt als Trennwand zwicen 70-200er und 35er)
  • Speicherkartenetui
  • Geldbörse
  • Smartphone
  • Tablet

Kritikpunkte:

  • Zu wenig Kletteinteiler für eine sinnvolle Trennung der Objektive, insbesondere dann wenn man Systemkamera-Anwender ist und mehrere kleinere Objektive verstauen möchte. Da fehlen wirklich noch mindestens 4-8 weitere unterschiedlich große Kletteinteiler damit man „seine Tasche“ auch mit „seiner Einteilung“ individualisieren und seinen eigenen Anforderungen anpassen kann.
  • Keine „Füße“ unter der Tasche. Die Tasche kostet knappe 400 Euro und irgendwie tut es weh  auch wenn es nur ein Gebrauchsgegenstand ist – das gute schicke und edle Leder so direkt auf den Feldweg zu stellen.
  • Die Griffe innen sind cool, aber warum ist der Griff innen und nicht außen, so das man die Tasche mal eben wegheben kann von einer Stelle auf die andere Stelle? Gerade hinten am Rücken der Tasche wäre ein kleiner „Henkel“ ganz praktisch. Relativieren muss ich diesen Kritikpunkt aber, da an beiden Seiten der Tasche diese Laschen sind an denen man auch den Deckel schließt und an denen man die Tasche auch gut hochheben kann.

Alle diese Kritikpunkte sind kleines Meckern auf sehr hohen Niveau. Aber ich möchte ja nicht das es irgendwann mal heißt ich würde alle Taschen „schön reden“.

Oft gestellte Frage – die Regenfestigkeit:

Die Antwort darauf ist, die Dothy hat Ohren! Ja so ist es, die Dothebag Mono 16 hat „“Ohren die ein direktes „ungebremstes“ Eindringen von Regenwasser vom Equipment abhalten. Natürlich ist die Tasche nicht wasserdicht und auch nicht dafür gedacht ewig lang im strömenden Regen zu stehen, aber das bin ich als Mensch auch nicht. Einem kurzen und auch heftigen Regen kann diese Tasche aber garantiert gut ab ohne das das Wasser Knietief im Equipment stehen wird.

Das Leder!

Es ist bei den Dothebags eindeutig das Leder in Naturbraun was mir besonders gut gefällt. Dieses Leder und sein Anfassgefühl sind einzigartig. Ich hab nun wirklich in den letzten Jahren viele Ledertaschen testen und anfassen und benutzen dürfen, an dieses robuste und zeitgleich „geile“ Leder kommt kein anderes ran. Erwähnen möchte ich aber in diesem Zusammenhang auch die sehr schnelle Kratzempfänglichkeit dieses Leders. Das Leder anderer Hersteller ist da weniger empfindlich und auch das schwarze oder dunkelbraune Leder der anderen Dothebags ist weniger Kratzempfindlich als das Naturbraune der Dothebags. Ich stehe aber genau auf dieses Naturbraun und mich persönlch stören auch Kratzer nicht. Ich rede mir das mit dem Fachbegriff „Patina“ und „man muss einer Fototasche das Leben ansehen…“ schön. 🙂

Die Mono 16 gibt es in „meinem“ Naturbraun, aber auch noch in Dunkelbraun und in Schwarz.

Die Verschlüsse

Was mir auch extrem gut gefällt sind die Verschlüsse der Dohebags. Das hatte ich aber glaube ich in den anderen zahlreichen Dothebag Testberichten auch schon erwähnt. Diese Teile kennt man von Cabrios und sie nennen sich „Tenax-Verschlüsse“. Was mir in Standesämtern und in Kirchen daran so gut gefällt ist die komplett Lautlose Bedienung dieser Verschlüsse. Es gibt meines Erachtens nichts nervigeres in einer Kirche, als das Öffnen eines Pelicases (Klaaaahaaaaaak) oder das öffnen eines Reißverschlusses (Riiiiiiittttttschhhhhhh) oder gar noch schlimmer als die nervigen Klettverschlüse einer Crumpler Bag (Raaaaaatttttscccchhhhhhhhhhh).

Der Gurt

Meine hat einen längeren Gurt ab Hersteller bekommen, den ich auch so bestellt hatte. Das geht bei den Dothebags auch aber man muss Geduld bei der Lieferung haben. Wie lange der Gurt bei den „normalen“ lagermäßgen Dothbags ist kann ich Euch deswegen leider nicht sagen. Meiner ist jetzt auf jeden Fall lang genug um auch bei einem 1,93m XXXL Mann noch Quer über den Oberkörper getragen zu werden. Der Gurt ist wie ein Gürtel in der Länge verstellbar und hat ein verschiebbares und entnehmbares Schulterporster.

Das Design

Kurz: Es ist langweilig, es ist unauffällig, es ist anders  ich finde es genau deswegen großartig!

Wenn eine Neue kommt – muss eine Alte gehen (das war gestern!)

Bisher habe ich immer gesagt, wenn eine Fototasche in mein Eigentum übergeht und ich eine Test-Tasche käuflich übernehme muss eine andere gehen. In diesem Falle ersetzt die Mono 16 keine andere und auch meine anderen (geliebten) Compagnons, Carnier und Roeckl bleiben. Die Mono 16 erweitert mein Portfolio nun einfach. Man(n) (Frau ebenso) hat ja auch nicht nur drei paar Schuhe. 🙂

Habt Ihr Fragen zu dieser Tasche? Dann schriebt mir oder kommentiert einfach hier unter dem Beirag. Ich versuche Eure Fragen alle zeitnah zu beantworten. Nein, ich gehe nicht mit dieser Tasche duschen…

Schöne Grüße – Euer Taschnfreak – Jörg Langer

3 thoughts on “Die große „Dothy“ – die Dothebag Mono 16 von Monochrom

  1. Bin durch Zufall hier gelandet und verweile jetzt schon eine ganze Weile auf der Seite. Schaue jetzt bestimmt öfter vorbei um zu sehen was es neues gibt ! Viele Grüße

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