Think Tank Photo PhotoCross 14L – Fast die perfekte Fototasche

Es gibt Produkte, auf die freut man sich schon lange, bevor man sie überhaupt in den Händen hält.

So ging es mir mit der neuen Think Tank Photo PhotoCross 14L.

Die bisherige PhotoCross-Serie begleitet Fotografen bereits seit vielen Jahren. Robust, wetterfest, funktional und angenehm zu tragen. Alles Eigenschaften, die man von Think Tank Photo erwartet. Trotzdem bin ich mit den bisherigen Modellen nie so richtig warm geworden.

Das lag nicht an der Funktion.

Es lag am Design.

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Der ewige Konflikt zwischen Funktion und Stil

Die bisherigen PhotoCross-Modelle waren für mich typische Think Tank Produkte: extrem durchdacht, hochfunktional und absolut praxistauglich. Aber eben auch sehr technisch. 

Wer mich kennt, weiß, dass ich inzwischen häufig mit Kameras wie der Nikon Zf oder auch mit einer Leica unterwegs bin. Dazu kommen manuelle Voigtländer-Objektive, Ledergurte und oft eine eher klassische Art der Fotografie. Und genau hier entstand für mich immer ein kleiner Stilbruch. Die bisherigen PhotoCross-Taschen wirkten auf mich eher wie modernes Outdoor-Equipment als wie eine Tasche, die zu meinem fotografischen Alltag passt.

Als Think Tank Photo nun die neue Generation vorgestellt hat, war ich sofort neugierig. Endlich wirkte die Tasche deutlich dezenter. Weniger technisch. Weniger „Fotograf“. Mehr Alltag. Mehr Understatement. Genau mein Ding.

Der erste Eindruck: Wow!

Als die Tasche bei mir ankam, war die Begeisterung sofort da. Die Materialien fühlen sich hochwertig an. Die Verarbeitung ist über jeden Zweifel erhaben. Die Reißverschlüsse laufen sauber und sind weiterhin wettergeschützt. Die Tasche wirkt modern, hochwertig und gleichzeitig angenehm unauffällig. Genau das hatte ich mir gewünscht. Auch die Trageeigenschaften sind hervorragend.

Wie von Think Tank gewohnt lässt sich die PhotoCross perfekt an unterschiedliche Körpergrößen anpassen. Selbst zwischen mir und meiner Frau liegen Welten bei Körpergröße und Statur – dennoch funktioniert die Anpassung problemlos. Der Tragekomfort ist ausgezeichnet. Selbst mit schwererer Ausrüstung sitzt die Tasche stabil und angenehm am Körper.

Die Funktionalität stimmt

Im Inneren bleibt Think Tank seiner Linie treu. Die Tasche bietet ausreichend Platz für eine spiegellose Kamera, mehrere Objektive und diverses Zubehör. Besonders Besitzer von größeren Objektiven werden sich freuen. Wer beispielsweise mit Nikon Z, Sony Vollformat oder Fujifilm GF unterwegs ist, findet hier sehr gut proportionierte Fächer. Lediglich Nutzer kleinerer Objektive könnten feststellen, dass einige Bereiche fast schon etwas großzügig dimensioniert sind. Mit den mitgelieferten Trennwänden lässt sich das jedoch problemlos anpassen.

Auch die Frontfächer gefallen mir sehr gut. Kleinteile, Reisepass, Speicherkarten oder andere wichtige Dinge lassen sich sicher verstauen. Die Bedienung mit einer Hand funktioniert hervorragend. Gerade im Alltag oder auf Reisen ist das ein echter Pluspunkt.

Die Regenschutzhülle? Braucht eigentlich niemand.

Ja, Think Tank liefert weiterhin eine Regenschutzhülle mit. Und ja, sie liegt bei. Aber ganz ehrlich? Ich habe in vielen Jahren mit Think Tank Produkten noch nie eine davon benötigt. Die Taschen halten Regen erstaunlich gut ab. Natürlich würde ich damit keinen Spaziergang unter dem Wasserfall machen. Aber normaler Regen, selbst kräftige Schauer, waren in meinem Alltag nie ein Problem. Die wasserabweisenden Materialien und die abgedichteten Reißverschlüsse erledigen ihren Job hervorragend.

Dann kam der Moment der Wahrheit

Bis hierhin war ich begeistert. Wirklich begeistert. Ich packte meine Ausrüstung hinein. Alles passte. Die Tasche fühlte sich gut an. Sie saß perfekt. Sie sah großartig aus. Und dann griff ich zu meinem Notebook. In meinem Fall ein 13-Zoll-MacBook.

Ich suchte das Notebookfach. Und suchte. Und suchte. Und suchte weiter. Bis mir klar wurde:

Es gibt keines.

Kein Notebookfach. Kein Tabletfach. Gar nichts.

Fotos

Der Punkt, an dem unsere Wege sich trennen

Für viele Menschen wird das völlig egal sein. Für mich ist es ein KO-Kriterium. Mein Alltag als Fotograf, Videograf und Medienmacher funktioniert heute nicht mehr ohne Notebook. Egal ob Lightroom, Kundenkommunikation, Blogbeiträge, Social Media oder schnelle Bildauswahl unterwegs – mein MacBook gehört inzwischen genauso zur Ausrüstung wie die Kamera.

Genau deshalb war ich davon ausgegangen, dass eine moderne 14-Liter-Fototasche selbstverständlich Platz für ein Notebook bietet. Vor allem, weil ältere Modelle der Serie zumindest ein Tabletfach hatten. Selbst der größere PhotoCross Backpack oder auch die „alten“ Versionen in 10 und 13 Zoll verfügten über eben ein solches Fach. 

Bei der neuen PhotoCross 14L wurde darauf komplett verzichtet. Und genau das kann ich bis heute nicht nachvollziehen.

Eine schlechte Tasche? Ganz im Gegenteil.

Das Verrückte daran: Die PhotoCross 14L ist keine schlechte Tasche. Eigentlich ist sie sogar eine hervorragende Tasche. Wenn du unterwegs keine IT-Geräte transportieren möchtest, bekommst du hier eine der interessantesten Sling Bags am Markt.

  • Sie ist komfortabel.
  • Sie ist hochwertig verarbeitet.
  • Sie ist wetterfest.
  • Sie sieht hervorragend aus.
  • Sie trägt sich fantastisch.
  • Sie bietet viel Stauraum.
  • Und sie wirkt deutlich erwachsener und unauffälliger als ihre Vorgänger.

Transparenz & Rabatt für meine Leser

Die Think Tank Photo PhotoCross 14L wurde mir von Think Tank Photo Deutschland beziehungsweise Transcontinenta für diesen Test zur Verfügung gestellt.

Wie immer gilt: Das hat keinerlei Einfluss auf meine Meinung. Wer meine Beiträge schon länger verfolgt, weiß, dass ich auch bei Produkten von Partnern offen über Dinge spreche, die mir gefallen – und genauso über Dinge, die mir nicht gefallen.

Falls ihr euch selbst die Produkte von Think Tank Photo anschauen möchtet, habe ich noch einen kleinen Vorteil für euch:


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Vielen Dank dafür!


Mein Fazit

Die Think Tank Photo PhotoCross 14L ist für mich die vermutlich schönste PhotoCross, die Think Tank bisher gebaut hat. Sie behebt viele Dinge, die mich an den Vorgängern optisch gestört haben. Gleichzeitig verzichtet sie aber ausgerechnet auf die Funktion, die für meinen persönlichen Workflow unverzichtbar geworden ist. 

Deshalb fällt mein Fazit etwas ungewöhnlich aus:

Für die Tasche selbst vergebe ich fünf von fünf Sterne.

Für meinen persönlichen Einsatzzweck leider nur einen.

Denn eine Tasche kann noch so gut sein – wenn sie die eine Funktion nicht erfüllt, die man täglich benötigt, dann wird sie niemals zur Lieblingstasche. Vielleicht seht ihr das ganz anders. 

Braucht eine moderne Fototasche überhaupt noch ein Notebookfach?

Oder bin ich der Einzige, der sich darüber wundert?

Schreibt es mir gerne in die Kommentare.

Ich bin sehr gespannt auf eure Meinung.

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